10.
Jul.
2016
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Wann sind wir endlich da?

8 witzige Accessoires, Spiele und Rezepte – so werden Familienreisen zum Kinderspiel. Oder wenigstens nicht zum Nervenkrieg

Die Anreise gehörte früher für mich zu den schönsten Teilen des Urlaubs. Doch seitdem ich Kinder habe, ist das anders. Jetzt heißt es nicht mehr, „Der Weg ist das Ziel“, sondern: „Das Ziel ist das Ziel“, und zwar so schnell und stressfrei wie möglich! Magische Flughafenatmosphäre oder Glücksgefühle angesichts einer sich langsam verändernden Landschaft? – Ist den Rackern ja alles fremd.

Entsprechend sorgfältig muss die Anreise geplant werden, um nicht mit völlig zerrütteten Nerven anzukommen. Hier möchte ich euch meine acht besten, praktischsten, niedlichsten Reiseaccessoires, Spiele und Rezepte vorstellen, die eure Trips mit Kids hoffentlich leichter machen.

Reisefreudige Zausel

Ich habe ja ein Herz für süß-alberne Sachen. Die TravelWees gehören in diese Kategorie. Das sind winzige, reisefreudige Wesen, die man nach einer Nähanleitung selbst herstellen kann. Sie sind total zerzaust, „airplane hair“ nennt man das, wenn sich das Haar im Flieger statisch auflädt und in alle Richtungen absteht. Ein kleiner Trost für alle, die genauso komisch aussehen! Sie kommen in kleinen Blechbüchsen daher, bringen ihren eigenen Snack und eine Kamera mit. Dabei lieben sie es, selbst vor den tollsten Orten rings um den Erdball fotografiert zu werden und sind mit ihren biegsamen Beinchen richtige kleine Poser.

Kunstvolle Beschäftigung

Für Kinder mit künstlerischen Ambitionen sind die Taschen von travelart4kids eine schöne Sache. Darin befinden sich Buntstifte, Anspitzer, Block und Aufkleber, dazu gibt's verschiedene Anregungen, was gemalt werden soll – zum Beispiel das Meer. Mit Fisch-Aufklebern kann es dann noch individuell gestaltet werden. Besonders sinnvoll: Damit nicht gleich alle Aufkleber auf einmal aufgebraucht werden, sind sie in einzelnen Beuteln verpackt. So können sie nach und nach von den Eltern ausgegeben werden. Je nach Länge der Anreise kann man gut vorplanen, denn die Beutel sind in verschiedenen Größen nachkaufbar.

Monstermäßiges Ratespiel

Natürlich gibt es auch viele tolle Sachen für unterwegs, die nichts kosten, weder Mühe noch Geld. Bewährt sind Ratespiele. Unser Lieblingsspiel heißt „Mensch oder Monster?“, man kann es mit beliebig vielen Personen spielen und es geht so: Wer an der Reihe ist, denkt sich aus, wer er sein möchte. Mit „Mensch“ meinen wir häufig Berufe, es kann aber auch die Tante sein oder ein Kitafreund. „Monster“ wäre sowas wie der Grüffelo, das Schneemonster aus „Frozen“, ein Drache oder Hulk. Nach der Eingangsfrage „Mensch oder Monster?“ stellen die Mitspieler nun reihum weitere Fragen, um die Identität des Spielers zu lüften, z.B. Lebst du am Wasser oder an Land? Trägst du rote Sachen oder grüne? Hast du es gern kalt oder nicht?

Auftritt der Teufelskicker

Irgendwann hat man sich den Mund fusselig geredet, da kann dann erstmal der CD-Player übernehmen. Beide Kids lieben gerade die Teufelskicker, eine Teenie-Fußballmannschaft, die auf dem Platz und in der Freizeit tolle Abenteuer besteht. Da gibt es fiese Jungs, die den Bolzplatz besetzen, da gibt es Vandalismus im Vereinshaus, aber auch gutmütige Großväter, hilfsbereite Trainer und natürlich den Zusammenhalt der Truppe, so dass am Ende immer alles gut ausgeht. Auch für 5-Jährige schon geeignet (alle 62 Folgen haben wir allerdings noch nicht durch). Ein weiteres Unterhaltungsmoment: nach dem Hören Fragen zur Handlung stellen. Sofern man nicht aus Versehen in Gedanken abgeschweift ist...

Lolli als Schnullerersatz

Bei erhöhtem Quengelaufkommen geht's ans Eingemachte, und zwar: selbstgemachte Riesenlollis! Funktioniert als Schnuller für jedes Alter. Bei Frag-Mutti.de habe ich einige schöne Rezepte gefunden. Die klebrige Masse aus Zucker, Zitrone und Säften wird in Backförmchen gegossen, so dass man ihre Größe individuell variieren kann. Besonders anspruchsvolle Lolliköchinnen drücken noch ein Gänseblümchen als Zier in die Masse. Das Zahnfreundchen empfiehlt die zuckerfreie Alternative, den Kojak-Kirsch-Lolli. Wenn er trotzdem quietschsüß ist und außerdem die Zunge rot färbt, ist das kein Problem! Zu bestellen in dem zahnfreundlichen Online-Naschladen.

Selbstbedienung schont Nerven

Überhaupt: Essen. Die Futterorgie beginnt bei uns gleich nach dem Ausparken. Bislang hab' ich also im Minutentakt die Apfelstücke, Stullen, Brötchen, Kekse und Gummibärchen nach hinten gereicht, aber warum sollen sich die kleinen Nervensägen das Zeug eigentlich nicht selber nehmen? Sie geben ja doch keine Ruhe. Bei Verbaudet gefunden: Rücksitztaschen, die einfach per Klettverschluss um die Kopfstütze des Vordersitzes geschlungen werden und so den Kids als „Selbstbedienungsregal“ zur Verfügung stehen. Natürlich auch als Stauraum für Kuscheltiere, Malbücher und Stifte geeignet.

Auffangnetz statt Affenarme

Die Firma Catchie Concepts bietet passend dazu riesige Unterlagen, die unter den Kindersitz gelegt werden und den Raum bis hin zum Vordersitz komplett schließen – sie bilden sozusagen ein Auffangnetz für alles, was die Kinder ständig fallenlassen: vom Essen über Stofftiere bis hin zu Pixibüchern und Co. Unsere würden es zwar trotzdem schaffen, exakt danebenzuwerfen, so dass ich doch wieder mit Affenarmen auf dem Autoboden herumwühlen müsste, interessant finde ich das Produkt trotzdem. Es dokumentiert so sehr den Leidensdruck von uns Eltern ;-)

Fernweh auf der Fahrradtasche

Wer statt auf Fernreisen lieber auf Fahrradausflüge setzt, dem möchte ich noch die stylishen Fahrradtaschen von ikuri empfehlen. Die robusten Doppel-Fahrradtaschen aus mexikanischem Wachstuch sind nicht nur ein Blickfang, sondern auch superpraktisch. Sie passen auf alle gängigen Gepäckträgersysteme und bieten viel Stauraum für all die Siebensachen, die man für Kids unterwegs braucht. Mit ihrem farbenfrohen Design voller tropischer Vögel, Früchte, Blumen oder im Leopardenprint sorgen sie allerdings ordentlich für Fernweh. Passend dazu gibt es auch Badetaschen und Kulturbeutel.

Schaut doch auch mal bei Pinterest vorbei! In meinem Bord Travel accessories for kids habe ich 100 Tipps, Tricks und Anregungen fürs Reisen mit Kindern für euch zusammengetragen.


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